Innovation Within a Mobile Operator

Mai 25th, 2009

Seitdem Apple die unausweichliche Veränderung des ‘mobile ecosystem’ angestossen hat, steigt die Erwartungshaltung an Mobilfunkbetreiber ihr Geschäftsmodell weiterzuentwickeln und ‘unlimited mobile surfing’ zur flatrate möglich zu machen.

Markteilnehmer wie E-Plus mit seinen Marken BASE & Co. sowie verschiedene MVNO’s im deutschen Markt wie beispielsweise Simyo (auch auf dem E-Plus Netzwerk) gehen zunehmend auf den Preisdruck ein und werden den Rufen nach der ‘mobile internet flat’ gerecht. Das einzige Problem bei diesen eher kleinen Markteilnehmern ist, dass die Reichweite netz- wie auch kundenbezogen wesentlich kleiner ist als die der Marktführer Vodafone und T-Mobile, die sich dementsprechend langsamer bewegen.

Das Problem ist kultureller, historischer wie finanzieller Kultur. Die ‘for-free-culture’ aus dem Internet wurde erst möglich, da die Einführung von Services/Produkten weder mit einem großen personellen Aufwand, noch mit einem infrastrukturellen Aufwand verbunden war. Eine Kultur, die seit den Neunzigern wächst und gedeiht. Mobilfunkbetreiber, die historisch Lizenzen für Netze erwarben, in Staatsbesitz waren oder aus einem Industrieunternehmen zur Herstellung von Stahlrohren (siehe Vodafone Deutschland, ehemals Mannesmann) entstanden, sind ingenieur- und umsatzgetrieben. Ein funktioneller Ansatz. Es ging weniger um Unternehmertum und mehr um die Bereitstellung und Instandhaltung von Infrastruktur. Innovation war in erster Linie damit immer auf die Infrastruktur bezogen.

Nun hat die Digitalisierung stationär wie auch mobil eine neue Welle an Umdenken, stärkerer Marktorientierung und dementsprechend neuer Services und Produkte durch start-ups zu Tage gefördert. Diese start-ups sind die Innovationstreiber in unserer derzeitigen Wirtschaft, kaum eine Branche, die derzeit unberührt davon bleibt.

Es geht nicht darum, das Alte zu verurteilen, sondern viel eher darum, die Stärken der jeweiligen Unternehmen zu erkennen, um Synergien zu schaffen. In dem Fall von Mobilfunkbetreibern heißt das neue Maßstäbe für den Unternehmenserfolg zu definieren, Innovation zu verstehen und in Dialog mit start-ups zu treten. Voneinander lernen, aber auch die Größe der Mobilfunkbetreiber als Chance für das Managen von Komplexität zu sehen. Denn Innovation im Mobilfunkbetreiber heißt für mich die Innovation von außen in die eigenen Strukturen zu integrieren und somit Innovation zu beschleunigen und zu skalieren. Dazu ist gestern auch ein sehr schöner Artikel in der New York Times erschienen:

“Big companies like General Electric and I.B.M. that employ scientists in many disciplines typically have the skills and scale to tackle such projects. Their advantage is in “being able to integrate innovations across these complex systems”

Dementsprechend gibt es einen dritten Markt für Mobilfunkbetreiber, nämlich den Markt der start-ups und Entwickler für mobile Anwendungen. An diesem Markt werden Mobilfunkbetreiber ihre Flexibilität und Marktorientierung unter Beweis stellen und vor Allem die nicht mehr zeitgemäße Messung des Unternehmenserfolges durch ARPU (Average Revenue Per User) überdenken müssen.

What The Real-Time Web Means For Mobile Phones

Mai 18th, 2009

Derzeit ist das sogenannte ‘real-time web’ in aller Munde, wenn es um den nächsten großen Trend im Web geht.

Damit ist gemeint, dass Informationen im Web zunehmend in ‘Echtzeit-Strömen’ anstatt auf bestimmten Webseiten stattfinden. Dazu zählen Kommunikation, Status Updates und das Hochladen bzw. verbreiten von Daten wie Fotos oder Links.

Die Nutzung unseres Handys, auf dem wir zunehmend Inhalte in native- wie auch web apps konsumieren, wird sich auch durch diese Echtzeit Informationen verändern.

Hierbei trenne ich zwischen native apps, also beispielsweise dem Adresbuch, SMS, Telefonie, Kamera und web apps, wie wir sie aus Apple’s App Store kennen. Der Trend auf Endgerätehersteller- wie auch Mobilfunkseite geht zunehmend in die Richtung API’s der apps zu öffnen. Beispielsweise die Initiative ‘Bondi‘ von OMTP konzentriert sich auf die Umsetzung dieses Trends. Aber auch in Apple’s iPhone 3.0 update ist die Öffnung der API’s von apps beinhaltet.

Vor diesem Hintergrund wird es also möglich sein, dass eine native app auf Echtzeit-Inhalte aus dem Web zugreifen kann und umgekehrt. Man könnte auch sagen ein ständiger Synchronisationsprozeß zwischen Handy und dem Web. So erstmal kein neuer Gedanke. Wenn man sich jedoch fragt, was genau das bedeutet, dann könnte das zum Beispiel heißen, dass ein Gespräch, was auf einem Blog, einem Social Network oder im IM chat stattfindet in den SMS editor gezogen wird und dort automatisch weitergeführt werden kann. Das könnte aber genauso gut auch im Adressbuch stattfinden, wo durch Echtzeit Status Updates der Kontakte neue Gespräche initiiert werden können. Dies sollen nur ein paar wenige Beispiele sein, die aufzeigen, dass letzten Endes nämlich erst durch die mobile Nutzung und die Einbindung sämtlicher Handy-Anwendungen Echtzeit möglich wird und die nötige Relevanz dieser Datenströme geschaffen wird. Hier können durch die jeweilige Situation, in der wir uns befinden, die Datenströme aus dem Web in Kontext gesetzt und genutzt werden.

Ein weiteres Beispiel für die Nutzung von Echtzeit-Daten ist die Firma Citysense, diese iPhone app aggregiert auf Stadtebene Aktivitäten im Nachtleben. Das heißt ich kann sehen in welchem Club beispielsweise gerade in diesem Moment am Meisten los ist und dementsprechend eine Entscheidung fällen.

In den kommenden Monaten werden weitere apps hinzukommen, die genau diese Echtzeit-Daten für die mobile Nutzung in relevante Daten für individuelle Bedürfnisse und Interessen aggregieren. I call it Mobile Intelligence.

The Information We Broadcast, Part II: Mobile

April 29th, 2009

Nachdem ich nun im letzten Post viel eher darüber gesprochen habe, welche meiner Online Netzwerke ich in welcher Form nutze, um Informationen zu broadcasten. Möchte ich mich in diesem Post der Frage witwen wie ich diese Netzwerke mobile auf meinem Handy nutze.

Schaue ich mich mir das Netwerk meiner Freunde und Bekannten an, unter b.) beschrieben, dann handelt es sich hier zum großen Teil um Leute, die in meiner Umgebung wohnen. In meinem Fall ist das Berlin Mitte/Prenzlauer Berg. Am Wochenende liebe ich es - als Gegensatz zu meinem Arbeitsalltag - den Tag nicht zu planen und einfach auf mich zukommen zu lassen. Dabei habe ich ungefähr 5 bis 10 Plätze, die ich besonders gerne und häufig aufsuche. Nennen wir sie meine ‘Comfort Zone’. Diese Plätze können Cafes, Bars, Restaurants, Märkte oder bestimmte Bezirke sein. Was ich besonders dabei genieße: Ich weiß, dass ich an diesen Plätzen in meinem ‘Spontan Mode’ Bekannten und Freunden begegne. Das dürften auch circa 5-10 Leute sein, den ich potentiell (gerne) hier begegne.

Angenommen ich definiere nun diese Plätze und diese Personen oder noch viel besser: Mein Telefon lernt für mich, welches diese Personen und Plätze sind. Wenn ich nun am Wochenende wieder einmal aus dem Haus gehe, um mich an einen dieser Plätze zu begeben und noch unentschlossen bin, wohin ich gehe. Dann wäre eine Mobile App, die mir anzeigt, welche dieser definierten Personen gerade an welchem meiner Lieblingsorte ist, ein kleiner Use Case mit echtem Benefit für mich.

Das generelle Problem, auf das ich hier stoße ist die Tatsache, dass meine Freunde nicht alle dasselbe Mobile Operating System nutzen und somit die Wahrscheinlichkeit, dass wir alle diese App nutzen könnten, damit es funktioniert, relativ gering ist. Der Mobilfunkmarkt schreit regelrecht nach plattformübergreifenden Standards. Ich wünsche mir nicht, dass wir alle irgendwann dasselbe Mobile Operating System nutzen, aber ich wünsche mir, dass Mobilfunkbetreiber ihre Plattformen öffnen, damit diese Art der ‘Mobile Intelligence’ Wirklichkeit werden kann.

The Information We Broadcast

April 28th, 2009

Die so genannte “swineflu” kursiert derzeit im Web, Twitter ist voll davon, etliche Blogs und Newsseiten berichten von der Schweinegrippe, die ihren Ursprung in Mexico City hat.

Aus meiner Sicht ist viel davon Panikmache. Wenige Todesfälle gab es bis jetzt nur in Mexiko und wenn man die Anzahl dieser Todesfälle mit derer durch andere Krankheiten vergleicht ist sie geradezu verschwindend gering. Damit will ich sagen, dass die Nachrichtenflut zum Thema swineflu keineswegs im Verhältnis zur tatsächlichen Bedrohung steht.

Das verwunderliche dabei ist, dass jede Menge “Webaktivisten” unter ihrem eigenen Namen bei Twitter und auf ihren Blogs ihren Teil dazu beitragen.

Das Web ist im Wandel, Social Networks öffnen sich, wir reden vom „Social Web“, indem Unterhaltungen über Webseiten und Portale hinaus stattfinden und sich dementsprechend Aussagen der jeweiligen Personen über das Web verfolgen lassen. Wir sind nicht länger innerhalb der Grenzen von Facebook & Twitter, sondern weit darüber hinaus unterwegs.

In einer User Befragung im Rahmen meiner Arbeit war ein Trend sehr auffällig: Immer mehr Menschen machen sich Sorgen um ihre Privatsphäre im Web, melden sich teilweise wieder bei Social Networking Seiten ab und treten nur noch im beruflichen Kontext im Web auf.

Mit dem Wissen, dass alles was wir tun und sagen im Web, auffindbar ist wächst also auch das Bedürfnis nach Schutz der eigenen Privatsphäre und vor allem das Bedürfnis nach Schutz vor dem „Lärm“, den das eigene Netzwerk im Facebook- oder Twitter Stream verursacht.

Die Transparenz im Web führt also langfristig zu wesentlich reflektierterem Verhalten und der Frage „Was ist relevant für mich und mein Netzwerk?“. Wenn ich mir nun als aktiver Teilnehmer im Web die Frage stelle, ob der 1000ste tweet über swineflu interessant oder relevant für mein Netzwerk ist. Dann ist die Antwort Nein.

Für mich gibt es dabei 3 Stufen von Informationen, die ich ins Netz sende:
a.) meine engen Freunde und Verwandten darüber informieren wo ich bin und wie es mir geht (e-mail und facebook)
b.) meine Freunde und Bekannte unterhalten (facebook)
c.) Mehrwert im beruflichen Kontext – Nachrichten- und Hintergrundinformationen für meine „follower“ schaffen (twitter)

Interview With Tim O’Reilly About The Future Of The Web: The ‘Sensor Web’

April 14th, 2009

Super Interview, welches auf der Web2.0 Konferenz Anfang April aufgezeichnet wurde. Es geht u.a. um die Revolution auf dem Handy dank neuer Technologien wie GPS, Sprach- und Gesichtserkennung.

Wired.com: Tim O’Reilly Talks Web2.0

The New Mobile Ecosystem

April 1st, 2009

Eigentlich ist das ‘Ecosystem’ gar nicht so neu, es ist viel eher die Adaption der bestehenden Medienbranche. Da ich jahrelang in der Medienbranche gearbeitet habe, liegt ein Vergleich mit Selbiger nah.

Damit beispielsweise eine Zeitschrift funktionieren kann, bedarf es drei wichtiger Elemente: Journalisten (Content), Leser (User) und Werbekunden. Je besser der Content, der durch die Redaktion bestimmt wird, desto größer die Leserschaft, je größer die Leserschaft, desto mehr sind Werbekunden bereit für Werbung in der entsprechenden Zeitschrift zu zahlen.

Wenn ich nun dieses Modell mit einem Mobilfunkbetreiber vergleiche, so sind die Journalisten die App Developer, die Leser die Mobilfunkkunden und die Werbekunden bleiben die Werbekunden.

Damit das Modell für einen Mobilfunkbetreiber funktionieren kann, muß er seine Plattform, also seinen App Store, bei App Developern, Mobilfunkkunden und Werbekunden gleichermaßen positionieren. Das beginnt damit, dass er ein möglichst genaues Profil seiner Kunden durch Nutzungs-, soziodemographische und ortsbezogene Daten hat. Wenn das gegeben ist, stellt sich die Frage welche Apps und an welcher Stelle diese angeboten werden. So können gezielt Apps entwickelt werden und gezielt Apps für Kunden ausgesucht und angeboten werden. Wenn diese Struktur steht, die immer dynamisch bleiben muss, kann er seinen Werbekunden konkrete (Themen)Umfelder und konkrete Nutzer bieten.

Dabei hat der Mobilfunkkunde immer die Wahl zwischen a.) kostenlosen Apps mit Werbung oder b.) kostenpflichtigen Apps ohne Werbung.

So oder so wird eine der wichtigsten künftigen Einnahmequellen der Mobilfunkbetreiber in der Werbung liegen - wenn sie ihre Kunden kennen und ihre Bedürfnisse verstehen.

My 2 Cents On Google In The Mobile Space

März 8th, 2009

Google hat das Ziel jegliche verfügbare Informationen zu organisieren und zu sammeln. Im Interview mit Charlie Rose hat Eric Schmidt, CEO von Google ein sehr interessantes Szenario beschrieben:

“When somebody types something today, they’re really typing in the context of their history, their background, what they know, their belief systems and so forth. And if they give us permission, we can give some of that to give them more accurate information. So now let’s imagine for purposes of argument a situation where you’re walking down the street, and it’s with your mobile phone and your GPS. So why can’t my phone generate the searches that I should have been asking. It knows what I care about. I’m a fan of history. When I walk down the streets of New York, why doesn’t it tell me the history of every building so that I don’t have to bother to type, I can just see it.

Imagine the situation where the person, the GPS, the phone and this constant searching creates a narrative stream.
It’s highly personal and highly entertaining. Entertain me.”

Ich muss also nicht mehr selbst initiiert einen Suchbegriff eingeben, vielmehr liefert mein Handy automatisch aufgrund meines Interessenprofils und - dank GPS – meiner Location auf mich persönlich zugeschneiderte Daten genau in dem Augenblick, in dem ich sie benötige.

Wichtig dabei ist, und das räumt Schmidt auch ein, bestimmen zu können wann, wie und wo ich diese Informationen auf mein Handy geliefert bekommen möchte. Schließlich gibt es jede Menge Situationen, in denen ich diese Art des Informationspushes als störend empfinde. Ähnlich verhält es sich bei Mobile Advertising, auch hier möchte ich vorher gefragt werden. Und genau hier liegt das grosse Potenzial für Google auf dem Handy.

Die Zukunft von Information (oder soll ich besser gleich sagen ’von Google’) wird personalisiert (also Kontextbezogen), mobil (also jederzeit und überall verfügbar) und durch Werbung finanziert sein.

The Location Scenario On Your Mobile

März 2nd, 2009

Location wird neben so genannten ’Social Features’ im Handy eine der Kernanwendungen werden. Meine Vision davon sieht so aus, dass alle personen- und Kommunikationsbezogenen Anwendungen rund um das Adressbuch integriert werden und mit selbigen interagieren. Wohingegen sich die ortsbezogenen Dienste um die Map drehen werden.

Google, Nokia, BlackBerry und weitere bieten ihr eigenes Kartenmaterial als Bestandteil der Benutzeroberfläche bzw. des Endgerätes an.

An ’Location’ wird der Anwender jedoch je nach Situation andere Ansprüche und Informationen benötigen. Die Frage ist, wie lassen sich diese Information sinnvoll in das Kartenmaterial integrieren und anwenden?

Wir bewegen uns immer mehr von der Massenmarkt-Sicht weg zu einer Segmentierung des Konsumentenmarktes hin. Man könnte auch sagen von General Interest zu Special Interest. Dieses Prinzip hat sich schon längst im Mobilfunkmarkt durchgesetzt.

Wenn also jedes Endgerät Kartenmaterial beherbergt, möchte ich für mein jeweiliges Informationsbedürfnis eine Art Layer haben, der sich auf das Kartenmaterial schiebt und mir die entsprechende Anreicherung des Kartenmateriales mit Inhalten darstellt. Beispielsweise die Umgebungssuche. Warum nicht Inhalte eines Reiseführers wie Lonely Planet inkl. Bewertungen, das öffentliche Verkehrsnetz der jeweiligen Stadt oder eben das ’Social Net’, also meine Freunde aus dem Adressbuch mit deren Status, per Klick auf das Kartenmaterial ziehen?

Aus Sicht vieler klassischer Content-Anbieter entsteht somit wieder eine neue sinnvolle Zweitverwertung von Inhalten.

Das Kartenmaterial ist also umsonst, der jeweilige ’Content of Interest’ kann dann im App Store beispielsweise per Session oder pro Edition erworben werden.

Mobile Megatrends by Vision Mobile

Februar 27th, 2009

Dank @FredMartinent bin ich über diese Präsentation von Vision Mobile gestolpert. Starke und umfassende Analyse der Trends in der Mobilfunkbranche, definitiv einen Blick wert:

Mobile Megatrends 2009 (VisionMobile)

The Current iPhone’s Time Has Come And Gone

Februar 20th, 2009

Mobile World Congress nähert sich dem Ende. Die Gerätehersteller haben mehr oder weniger ihre Antwort auf das iPhone mit Touchscreens, Betriebssystemen und App Stores vorgestellt. Auf den ersten Blick war kein „iPhone Killer“ dabei, bei näherer Betrachtung jedoch bin ich zu einer etwas differenzierten Meinung gekommen.

Applikationen auf dem Handy
Die, sagen wir, traditionellen Gerätehersteller wie Nokia, Sony Ericsson, oder Samsung warteten mit jeder Menge Kooperationen mit Social Networks oder IM Diensten wie Skype, Fring & Co. auf. Erstmal ist die Nutzung solcher Dienste nichts neues, gerade aus Sicht des iPhones regelrecht langweilig. Der Unterschied liegt jedoch bei der Integration der Services in das Betriebssystem des Endgerätes. Beim iPhone läuft alles in einer Applikation währenddessen beispielsweise Nokia hergeht und Anwendungen wie Skype „nativ“ in das Betriebssystem integriert und mit traditionellen Anwendungen wie beispielsweise dem Adressbuch „verheiratet“. Dadurch bekommt die Nutzung von Diensten auf dem Handy ein ganz anderes Qualitätsniveau. Das kann das iPhone derzeit nicht leisten.

App Store
Die meisten App Store Modelle, wie beispielsweise der Android Market sehen ein Revenue Share mit den Mobilfunkbetreibern vor. Oder beispielsweise Nokia kooperiert mit T-Mobile’s web’n’walk widgets. Nicht der Fall bei Apple’s iPhone. Give to get!

Eingabemethoden bzw. Touchscreen
Apple’s Multi-Touch Technologie ist noch führend bei den Endgeräten, die bereits im Markt sind (!), aber auch hier steht die Entwicklung noch am Anfang. Und wer sagt, dass Touchscreen das Ende der Fahnenstange ist?

Hat das iPhone also lediglich den First-Mover-Advantage und Imagevorteil oder wird Apple es (auch) langfristig schaffen, sich im Handymarkt zu den Main Playern zu zählen? Dazu gehört ein tiefes Verständnis von Mobilfunktechnik und die Erfahrung mit etwaiger. Und ach ja, die 4. Generation Netztechnologie (LTE) wird den Markt noch mal vor eine völlig neue Herausforderung stellen. Schließlich spielt sie den Netzbetreibern wieder einen großen Vorteil gegenüber den Mitstreitern aus Internet und Hardwaretechnologie zu!

… Nothing is more exciting right now than the Mobile Industry!

Image: LG Arena (via Gizmodo)

Image: 3D UI of the new LG Arena (via Gizmodo)